Wie funktioniert pferdegestütztes Coaching, Tanja Känzig?
- Anastasia

- 4. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Aufgeschlossen, lebhaft und sensibel - das ist Tanja Känzig. Seit vielen Jahren gilt ihr berufliches Herz der Arbeit mit Menschen und Pferden. Diese Kombination hat sie zu ihrer tiefsten Berufung gemacht: Tanja Känzig wirkt unter anderem sowohl als Primarschullehrerin als auch als pferdegestützter Coach. In beiden Tätigkeitsfeldern versteht sie Bildung nicht nur als reine Wissensvermittlung, sondern als ganzheitlichen Prozess des Wachsens, Lernens und Begleitens. Entsprechend bildet sie sich kontinuierlich weiter, um neue Impulse, Methoden und Perspektiven in ihre Arbeit zu integrieren. In ihrer Arbeit erkundet sie so auch ständig neue Wege, um Menschen zu begleiten und in ihrem individuellen Entwicklungspotenzial zu unterstützen.
Wie würdest Du Dich in drei Worten beschreiben?
Empathisch. Direkt. Positiv.
Im Rahmen von "Coach für Mensch und Pferd" arbeitest Du mit Menschen und Pferden zusammen. Magst Du etwas zu eurem Angebot sagen?
Klar! Ich begleite Kinder im Bereich Reitpädagogik (eine Stunde rund ums, mit und auf dem Pferd), Jugendliche und Erwachsene im Bereich Coaching und biete Auszeit in der Natur und mit Pferden an. Ebenfalls bin ich Lerncoach und biete Mathe und Deutsch mit Pferd an. Eine Kombination, um Frust in einem Schulfach zu vergessen und sich neu auf die Materie einlassen zu können. Kurz gesagt: Bei uns darf man sich selbst sein, sich weiterentwickeln, sich erden und eine Auszeit für sich geniessen. Türöffner sind dabei natürlich meine vierbeinigen Co-Coaches: Niemand bleibt teilnahmslos, wenn die Pferde Kontakt suchen und Dich auf Deinem Weg begleiten!
Wo findet man Dich mit Deinem Angebot?
Auf dem Mattenhof in Wolfwil darf ich meine Angebote durchführen und werde immer unterstützt. Ausserdem habe ich mehrere Personen kennengelernt, die meine Arbeit ergänzen (zum Beispiel im therapeutischen Bereich) und unterstützen.
Magst Du noch etwas zu Deinen vierbeinigen Co-Coaches sagen?
Sie sind einfach die besten Co-Coaches, die man sich wünschen kann! Angi, Meggie und Vito sind in erster Linie "Pferd" und gemeinsam als Herde unterwegs - da mache ich mir nichts vor: Das ist ihnen das Wichtigste! :) Mit Ausritten und Trainings auf dem Platz versuche ich, ihnen viel Abwechslung zu ihrem Job als Co-Coach zu bieten. Ich achte auch darauf, dass meine Pferde nicht etwas tun müssen, was sie nicht möchten. So hat jedes seine Kurse und Stunden, wo es auch NICHT eingesetzt wird.
Wie bist Du zur pferdegestützten Arbeit gekommen?
Schon vor 15 Jahren habe ich bemerkt, dass Pferde auf alle Menschen eine positive Wirkung haben – nicht nur auf «Reiter/innen». 2016 habe ich mich dann entschlossen, mich zum pferdegestützten Coach ausbilden und zertifizieren zu lassen. Um ein professionelles Angebot für Kinder anbieten zu können, habe ich mich im gleichen Jahr zur Reitpädagogin EAA ausbilden lassen. Dabei habe ich viele Gleichgesinnte kennengelernt, die bereits erfolgreich Menschen mit Pferden begleiteten und für mich war klar: Ich will in der Schweiz ein Angebot starten. Nun stand einer Firmengründung nichts mehr im Weg und die Reise begann…
Welche Bedeutung hat das pferdegestützte Arbeiten für Dich?
Es ist ein Privileg. Durch meine Berufe als Primarlehrperson und Praxislehrperson begleite ich schon lange Menschen und habe viel Erfahrung darin. Durch meine persönliche Geschichte (ich lag mal im Koma und musste mich durch viele Höhen und Tiefen schlagen) habe ich selbst eine psychische Folgeerkrankung erlitten (PTBS). Ich bin ein total positiver Mensch und war früher ziemlich draufgängerisch – all meine Erfahrungen haben mich Geduld gelehrt. Dies ist ein wichtiger Aspekt in der Arbeit als Coach.
Wie funktioniert pferdegestütztes Coaching?
Der/die Coachee (Klient/in) besucht mich und die Pferde nach einem kurzen Vorgespräch, bei dem Inhalt und Ziel geklärt wurden. Durch scheinbar aus der Luft gegriffenen Aufgaben kommt der Coachee ins Handeln. Der Kopf wird für einmal von der Intuition, dem Bauch und dem Herzen übergangen – und daraus wird mit gezielten Fragen der Bezug zum Alltag hergestellt. In meinem Angebot unterscheide ich zwischen Kurzcoaching (einfach so mal machen – schauen, was dabei herauskommt – je nach Tagesform die Leute stärken oder an einem Thema gezielt arbeiten) und Coaching an einem speziellen Thema (zum Beispiel drei Termine zum Thema «Glaubenssätze»). Ausprobieren lohnt sich!
Bist Du in Deiner Arbeit mit Mensch und Pferd auch kreativ?
Manchmal denke ich – ZU kreativ! Gerne würde ich einfach mal das machen, was ich schon x-mal gemacht habe. Aber das bin ich nicht - weder privat noch als Lehrerin und schon gar nicht als Coach. Ich habe eine Idee und dann wird umgesetzt. Aktuell finden sich zum Bespiel Exit-Games auf unserer Homepage - die ich natürlich selbst entwickelt habe. Oder ich bin an einer Weiterbildung zur LRS-Trainerin (Lese-Rechtschreib-Schwächen), einfach weil ich das Thema so spannend und überaus wichtig finde.
Was möchtest Du den Menschen da draussen noch mitgeben?
Dreht euch nicht zu lange im Kreis. Wechselt vom Problem- in den Lösungsraum. Soll dabei ein Pferd und ein munterer Coach helfen – wir sind für euch da!

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